Das Wochenbett – Rückbildung und Neufindung

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In der Schwangerschaft vollbringt der mütterliche Organismus Höchstleistungen, und die körperliche Anstrengung einer vaginalen Geburt gleicht einem Marathon. Doch an Ausruhen ist nicht zu denken. Die Wochen nach der Geburt sind geprägt von Rückbildungsprozessen und Neuorientierung. Auch das ist Schwerstarbeit.

Wochenbett – früher und heute

Das Wochenbett, auch Kindbett oder Puerperium genannt, bezeichnet den sechs- bis achtwöchigen Zeitraum nach deiner Entbindung. Diese Zeit benötigt dein Organismus zur Regeneration der schwangerschafts- und geburtsbedingten Veränderungen. Die Wochen nach der Geburt deines Kindes sind eine wichtige Zeit für euch als junge Familie.

Der Begriff »Wochenbett« stammt aus einer Zeit, in der die junge Mutter nach der Geburt (post partum) mehrere Wochen von der Großfamilie umsorgt wurde und sich zeitweilig im Bett erholen konnte. Bis 1930 galt ein striktes »Aufstehverbot« für Frauen in den ersten neun Tagen. Begründet wurde dies mit der Förderung der Rückbildung und Wundheilung. Das damit verbundene erhöhte Risiko für Thrombose, Lungenentzündung und Stau des Wochenflusses (Lochialstau) war noch unbekannt.

In den ersten zehn Tagen (Entbindungstag plus 1. bis 9. Tag, Frühwochenbett) finden die größten Umstellungen in deinem Körper statt. Das Spätwochenbett ab dem 10. Tag bis Ende der 6. oder 8. Woche schließt sich mit weiteren Rückbildungs- und Anpassungsvorgängen an (1).

Die Rückbildung aller schwangerschaftsbedingten Veränderungen wird durch die Ablösung der Plazenta (Nachgeburt) innerhalb weniger Stunden nach der Geburt deines Babys eingeleitet. Geburtsbedingte Wunden an der Plazentaanhaftstelle oder Verletzungen durch Schürfungen, Risse oder Schnitte heilen in den ersten Wochen ab. Nicht zu unterschätzen sind allerdings die hormonellen Veränderungen und die Wiederaufnahme der Funktion deiner Eierstöcke (Ovarien).

Geprägt wird das Wochenbett auch durch die Milchbildung (Laktogenese) und das Stillen. Etwa 3.-5. Tage nach deiner Entbindung beginnt deine Brust mit der Bildung größerer Mengen Muttermilch (Laktogenese 2). Das Hormon Oxytocin ist für die Auslösung des Milchspendereflexes und damit für den Milchfluss (Milchejektion) zuständig, während Prolaktin (Milchbildungshormon) die Milchbildung anregt.

Ein optimales Stillmanagement in der Klinik, das die nachsorgende Hebamme weiterführt, ermöglicht bei den allermeisten Frauen eine ausreichende Milchmenge und problemloses Stillen. Die Stillberatung nimmt daher in der ersten Zeit beim Besuch deiner Hebamme mehr als die Hälfte der Zeit in Anspruch, insbesondere wenn du das erste Mal ein Baby stillst.

Nach einem Kaiserschnitt (Sectio-Entbindung) sogar noch mehr, bedingt durch die erschwerenden Umstände und die Verzögerung der reichlichen Bildung.

In den ersten Wochen steht auch der Aufbau einer guten Bindung zwischen dir und deinem Baby im Vordergrund. Zudem stellen die neue Familiensituation und mögliche psychosoziale Veränderungen eine Herausforderung – für dich und deine/n Partner/in – dar. Wie du siehst, eine anspruchsvolle Zeit rundherum.

 

Extragenitale Rückbildung

Die extragenitalen Rückbildungsvorgänge umfassen allgemeine körperliche Veränderungen wie Gewicht, Hormonhaushalt, Blasen- und Darmfunktion sowie Blutbildveränderungen.
Generell verliert eine Frau durch die Geburt, die während der Schwangerschaft 10 bis 12 kg zugenommen hat, etwa 6 kg:

  • circa 3300 g für das Kind,
  • 600 g Plazenta,
  • 800 bis 1000 g Fruchtwasser sowie
  • etwa 1000 g durch Flüssigkeitsverlust aus Schweiß und Atmung bei der Geburtsarbeit.

 

Im frühen Wochenbett kommen weitere 3 bis 4 kg infolge der

  • Rückbildung der Gebärmutter (Uterusinvolution),
  • Reduktion des Blutvolumens sowie
  • Ausscheidung von eingelagertem Gewebewasser durch Harn und Schweiß hinzu.

 

Ab dem 10. Tag bis zum Ende der Stillzeit sinkt dein Gewicht nochmals aufgrund

  • der Reduktion des Brustdrüsengewebes,
  • durch die vollständige Uterusinvolution und
  • individuell durch Einschmelzung von in der Schwangerschaft aufgebautem Depotfett.

 

So purzeln deine Pfunde sukzessive in den ersten Wochen – gib deinem Körper auch die dazu Zeit. Keine Bange, er kommt wieder in Form. Aber dazu benötigt er neben ein paar Wochen Umstellungszeit auch wieder sportliche Unterstützung, mit der du peu à peu nach dem Wochenbett langsam wieder beginnen kannst.

 

Hormonumstellung

Nach dem Ausstoßen deiner Plazenta fallen auch deine Hormon-Konzentrationen im Blut rasch ab. Dazu zählen Estrogen, Progesteron, das humane Plazentalactogen (HPL) und dein Schwangerschaftshormon, das humane Choriongonadotropin (HCG).

Die Hormonumstellung und die Veränderung der Lebensumstände können daher zu erheblichen Stimmungsschwankungen um den 3. bis 5. Tag nach der Geburt beitragen. Manchmal können sie auch intensivere Ausmaße annehmen oder länger anhalten (Tabelle 1). Dann solltest du dich unbedingt vertrauensvoll an deine Hebamme wenden.

Tabelle 1: Hormonveränderungen im Wochenbett und ihre Auswirkungen; modifiziert nach (1)

Hormone und Bildungsorte (B)  Veränderungen  Auswirkungen 
Humanes Choriongonadotropin (HCG) und Plazentalactogen (HPL); B: Plazenta  sehr rascher Hormonabbau  Stimmungsschwankungen, Förderung der Rückbildungsvorgänge 
Estrogene (Estradiol); B: Plazenta, post partum in den Ovarien  rasches Absinken auf geringste Mengen  psychische Labilität, Rückbildung des Uterus, nachlassende Hemmung der Hypophyse bewirkt Sekretion der Gonadotropine FSH und LH und somit die Ovulation 
Gestagene (Progesteron); B: Plazenta, post partum in den Ovarien  rasches Absinken auf geringste Mengen  Festigung des Gewebes, Engerstellung der Blutgefäße, Zunahme von Peristaltik und Muskeltonus plus Effekte wie bei Estrogen (s. o.) 
Prolaktin; B: Hypophysenvorderlappen  Absinken post partum, Anstieg beim Stillen  Milchbildung, Hemmung der Ovulation bei sehr regelmäßigem Stillen 
Oxytocin; B: Hypothalamus  Absinken post partum, Anstieg bei jedem Stillen  Kontraktion und Rückbildung des Uterus, Kontraktion der Myoepithelzellen in der Brustdrüse zur Milchentleerung 

 

Auch die Zusammensetzung deines Blutes passt sich der neuen Situation an:

  • Die Blutplättchen (Thrombozyten) nehmen zunächst stark zu, um, gemeinsam mit den erhöhten Gerinnungsfaktoren, eine ausreichende Blutstillung an deiner Gebärmutter nach der Geburt zu gewährleisten. Beide Faktoren normalisieren sich nach einigen Wochen.
  •  Schwangerschaftsbedingt erhöhte Werte deiner weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sinken in den Normbereich. 
  • Ein niedriger Hämoglobinwert steigt, gegebenenfalls unter Zufuhr von Eisen (bei einem Hb < 11,2 g/dl), wieder an. 
  • Häufig klagen die Frauen über einen labilen Kreislauf. Vielleicht betrifft dich das auch. Ursachen sind der Blutverlust bei der Geburt und die langsame Rückbildung der progesteronbedingten Weitstellung deiner Blutgefäße. Hinzu kommt der erhöhte Wassergehalt des Bluts durch Ausschwemmung von Wassereinlagerungen. In der Schwangerschaft gebildete Ödeme bauen sich dadurch sukzessive ab und du passt wieder leicht in deine Schuhe, der Ring am Finger wird wieder lockerer und du fühlst dich wieder entsprechend wohler.

 

Neben deinem Blut- und Hormonhaushalt, müssen sich auch deine Blase und dein Darm erst wieder »normalisieren«. Die reguläre Darmtätigkeit ist häufig herabgesetzt. Erst nach ein bis zwei Wochen hat dein Darm seine ursprüngliche anatomische Lage wieder eingenommen und seine frühere Entleerungsfrequenz erreicht. Stuhlinkontinenz kommt übrigens laut einer britischen Studie zum Glück nur bei vier Prozent der Frauen nach einer Entbindung vor (3). 

Die gesteigerte Wasserausscheidung (Diurese) nach deiner Geburt führt zur sogenannten Harnflut und raschen Füllung deiner Blase. Miktionsstörungen, also Störungen beim Wasserlassen, wie Harnverhalt und -inkontinenz sowie Restharnbildung, können aufgrund von Geburtstraumata oder Beckenbodenüberdehnung auftreten. Sie normalisieren sich jedoch meistens nach kurzer Zeit.

Schwangerschaftsstreifen verblassen im Lauf der Zeit, bleiben jedoch in der Regel sichtbar. 

Deine Bauchmuskeln und die Bauchhaut sind nach der Geburt weich und ausgedehnt. Manche Frauen können sich anfangs schwer aufrichten. Hat sich bei dir eine schmale Rektusdiastase (Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln) entwickelt, so bildet sich diese langsam zurück. Klaffen deine Muskelstränge jedoch zwei Querfinger oder mehr auseinander, zeigt dir deine Hebamme Übungen zum Tonisieren deiner Muskeln. 

Die Muskulatur deines Beckenbodens stützt deine inneren Organe und ist am Verschluss von Blasen- und Darmausgang beteiligt. Während der Geburt wird diese Muskulatur stark überdehnt. Kleine, dadurch bedingte Mikroverletzungen der Muskelfasern, heilen in der Wochenbettzeit ab. Am besten hilft dir Beckenbodentraining nach dem Wochenbett zur Straffung des achtförmigen Muskelrings. 

Hat sich bei dir während der Schwangerschaft eine verstärkte Pigmentierung im Gesicht, an Brustwarzen, Vulva, Anus und/oder der Mittellinie deines Bauches (Linea fusca) entwickelt, verblasst diese im Laufe der Zeit. Das Gleiche gilt auch für Schwangerschaftsstreifen. Leider verschwinden sie nicht komplett.

 

Rückbildung der Gebärmutter

Nach einer vaginalen Entbindung bilden sich deine Geburtsorgane zurück (genitale Involution). Deine Hebamme überwacht bei jedem Besuch den Heilungsprozess und die Rückbildung deiner Gebärmutter (Uterus). Sie vergrößert sich in der Schwangerschaft um das 20-Fache und wiegt am Ende 1,0 bis 1,5 kg. Kein anderes Organ ist übrigens zu solch einem Wachstum fähig.

Gleich nach der Geburt schrumpft der Uterus bereits auf 10 bis 15 cm, bedingt durch den abrupten Wegfall der Plazentahormone und die Wehen. Die starken Nachwehen in den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt (post partum) kontrahieren die Blutgefäße an deiner Gebärmutter und bewirken eine Blutstillung. Du kannst diese sogenannte Uterusinvolution unterstützen durch (Bett-)Ruhe in den ersten Tagen, regelmäßige Blasenentleerung (zwei- bis vierstündlich) und täglich 30 Minuten Bauchlage mit einem Kissen unter dem Bauch.

Auch häufiges, ausreichend langes Stillen wirkt sich positiv aus. Es fördert die Oxytocin-Sekretion und löst dadurch zusätzliche Gebärmutterkontraktionen aus. Ja, das kann zu Beginn ganz schön unangenehm sein – ähnlich wie Wehen und genau genommen sind das auch. Das gibt sich jedoch innerhalb der ersten Tage. Beim ersten Kind sind weniger stark zu spüren, wie nach einer zweiten oder dritten Geburt. Ungefähr nach vier bis sechs Wochen hat dein Uterus seine ursprüngliche Größe wieder erreicht. 

Verzögert sich deine Rückbildung auffallend (Subinvolutio uteri), haben sich erfahrungsgemäß Zubereitungen aus Hirtentäschel (Bursa pastoris) oder feuchtwarme Bauchwickel bewährt.
Akut wird auch durch die Hebamme oder deine/n Gynäkologin/en Oxytocin zur Injektion verabreicht oder wenn du nicht stillst, ist auch Methylergometrin als Wirkstoff möglich. Deine Hebamme wird dich dazu gut beraten und dich entsprechend therapieren.

Die Ablösung von Plazenta und Eihäuten hinterlässt eine große Wunde in deinem Uterus. Der Heilungsprozess beginnt hier mit der Abstoßung von Geweberesten. Große Mengen Fibrin bilden gemeinsam mit weißen Blutkörperchen (Leukozyten) einen »Schutzwall« mit antitoxischer und antibakterieller Funktion. Anschließend baut sich die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) neu auf. Nach vier bis acht Wochen ist die Uterusinnenwand wieder komplett mit Endometrium überzogen. 

 

Wochenfluss: Spiegel der Wundheilung

Der Wochenfluss ist genau genommen das Wundsekret deiner abheilenden Uterusinnenwand und setzt sich zusammen aus Blut, Lymphflüssigkeit, verflüssigten Deziduaresten (Dezidua: Gebärmutterschleimhaut in der Schwangerschaft), Resten von Eihäuten (Chorion und Amnion), abgestoßenem Vaginalepithel, Zervixschleim und Bakterien (meist apathogene gramnegative Keime). 

Das gefürchtete Puerperalfieber (Wochenbettfieber) wird hauptsächlich durch Fremdkeime ausgelöst, die während der Geburt von Arzt oder Hebamme eingeschleppt wurden.
Selten sind Eigenkeime die Ursache. Lochien (griechisch lochios: zur Geburt gehörend) sind nicht infektiöser als eine normale Periodenblutung. Fischiger Geruch und starke Bauchschmerzen sowie steigende Temperatur weisen jedoch auf eine Infektion in den Geburtswegen hin. Dann solltest du dich umgehend an deine Hebamme oder deine/n Gynäkologin/en wenden.

In der ersten Zeit nach deiner Geburt sind die Lochien blutrot und stärker als die Periodenblutung (Tabelle 2). Sie lassen jedoch rasch nach und verändern Farbe und Konsistenz.

Tabelle 2: Wochenfluss im standardisierten Überblick; cave: individuelle Abweichungen möglich; modifiziert nach (1) 

Zeitraum  Aussehen  Menge  Zusammensetzung 
1. Tag  Lochia rubra; rein blutig  reichlich, mehr als regelstark  Blut, Blutgerinnsel, Deziduareste, Zervix- und Vaginalschleim 
2. bis 3. Tag  Lochia rubra; blutig, wässrig  reichlich, regelstark, bis zu 100 ml täglich  Blut, Blutgerinnsel, Lymphe, Gewebereste, Bakterien, Schleim 
Ende der 1. Woche  Lochia fusca; rot-bräunlich oder rosa-wässrig  weniger als eine Regelblutung, 10 bis 30 ml täglich  viele Leukozyten, weniger Erythrozyten, Lymphe, Gewebereste, Bakterien, Schleim 
Ende der 2. Woche  Lochia flava; gelblich oder rot-bräunlich  spärlich, weniger als 10 ml täglich  Lymphe, Leukozyten, verflüssigte Gewebereste, Bakterien, Schleim 
Ende der 3. Woche  Lochia alba; weißlich bis klar  wie leichter Ausfluss  Leukozyten, Lymphe, Vaginalschleim 
4. bis 6. Woche  allmähliches Versiegen  Leukozyten, Lymphe, Vaginalschleim 

Wochenfluss riecht ähnlich wie Menstrualblut – leicht muffig. Die Menge kann stark variieren; als normal gelten 200 bis 500 ml (Gesamtmenge).
Die Lochien, oft als »Spiegel der Wundheilung« bezeichnet, versiegen meist nach vier bis sechs Wochen. Sollten sie vorzeitig und plötzlich aufhören, kann ein Stau (Lochialstau) vorliegen, der umgehend behandelt werden muss. Sonst kann sich eine Gebärmutterschleimhautentzündung (Endometritis) entwickeln. Also auch in diesem Fall solltest du dich zeitnah an deine Hebamme oder deine/n Gynäkologin/en wenden.

Die Behandlung gleicht den Maßnahmen bei verzögerter Uterusrückbildung. Erfahrungsgemäß hilft ein Tee aus Hirtentäschelkraut, kombiniert mit Schafgarbe, Melisse, Eisenkraut und Frauenmantel. Auch eine Bauchmassage, von der Hebamme angeleitet, kann dir hier gut helfen. Kommt dein Wochenfluss nicht in Gang, muss der Frauenarzt die Durchgängigkeit des Zervixkanals (Muttermundkanal) prüfen, ob ein Blutkoagel oder Eihautreste den Abfluss behindern. 

Bereits drei Tage nach deiner Geburt hat dein Muttermund (Zervix) seine ursprüngliche Form nahezu wieder angenommen. Dennoch ist er so weit offen, dass deine Lochien ungehindert abfließen können. Nach etwa sechs Wochen hat sich auch dein innerer Muttermund geschlossen, der äußere steht noch ein wenig offen. 

 

Heilung der äußeren Genitalien

Das Scheidengewebe (Vagina) und die Schamlippen (Labien) werden während der Geburt stark gedehnt. Kleine Traumata wie feinste Einrisse und Abschürfungen können zu einer ödematösen Schwellung des äußeren Genitale führen, begleitet von Wundheitsgefühl, hoher Berührungsempfindlichkeit und brennenden Schmerzen beim Wasserlassen. Meist bilden sich diese Verletzungen in zwei bis drei Wochen zurück.

Als lindernd empfinden viele Frauen das Abspülen des Intimbereichs mit lauwarmem Wasser, dem ein Esslöffel Calendula-Essenz oder ein gestrichener Teelöffel Meersalz pro Liter zugesetzt werden kann. Auch Sitzbäder mit Kamillenextrakt (Vorsicht bei Allergie) oder 1-2 Tropfen Lavendelöl, oder einer Mischung aus den Ölen Kamille blau, Schafgarbe und Lavendel fein,  können erfahrungsgemäß die Wundheilung unterstützen. 

Kleine, nicht blutende Verletzungen müssen nach der Geburt nicht genäht werden. Reißen jedoch Damm, Scheidengewebe oder Labien ein oder ist ein Dammschnitt (Episiotomie) notwendig, wird die Verletzung unter Lokalanästhesie genäht. Besonders am ersten Tag ist dein Nahtbereich dann noch sehr schmerzhaft.

Kühlen am ersten Tag bringt rasche Linderung. Ab dem zweiten Tag wird Kühlen nicht mehr empfohlen, denn es kann die Wundheilung verzögern. Linderung erreichst du jetzt durch Abspülen deiner Vulva nach jedem Toilettengang mit o.g. Mischungen, Sitzbäder und Bettruhe unterstützen den Heilungsvorgang zusätzlich. Das entzündungshemmende Schmerzmittel Ibuprofen reduziert deine Schmerzen. Es kann auch eingesetzt werden, wenn du stillst, das weniger als 0,1% deiner eingenommenen Dosis in deine Muttermilch gelangt.

Manche Frauen setzen auch homöopathische Arzneimittel mit Erfolg ein. Dazu gibt dir deine Hebamme oder ein Heilpraktiker detaillierte Auskunft. Spätestens nach einer Woche, wenn sich die Fäden aufgelöst haben, kannst du wieder gut sitzen. 

 

Frühwochenbett nach Kaiserschnitt

Heute wird fast ein Drittel der Kinder in Deutschland per Kaiserschnitt (Sectio caesarea) geboren – doppelt so viele wie vor 20 Jahren und viermal so viele wie vor 40 Jahren. Indikationen für eine Sectio sind Beckenendlage, hohes geschätztes Gewicht des Kindes, Kopf-Becken-Missverhältnis und verzögerter Geburtsverlauf. Ob der Wunsch der Mutter einen Kaiserschnitt rechtfertigt, wird kontrovers diskutiert.

Nach einer Sectio benötigst du eine intensivere und längere Betreuung in der Klinik (fünf bis sieben Tage versus drei Tage nach vaginaler Geburt). Geburtserleben, Bonding (Bindungsaufbau zum Kind), Wundheilung und Rückbildung verlaufen anders als bei einer vaginalen Geburt. Zudem birgt ein Kaiserschnitt spezielle Risiken: starke Blutungen, Wundheilungsstörungen, Entzündungen von Gebärmutterschleimhaut und -muskel (Endometritis und Endomyometritis), Verletzungen von Harnblase und Darm, Thrombose sowie Verletzungen des Kindes. 

Die postoperative Betreuung unterliegt speziellen Klinikstandards oder sogenannten Post-Sectio-Programmen. Bestimmte Parameter wie Blutdruck, Puls, vaginale und abdominale Blutung, Uterus und Ausscheidungen werden bei dir regelmäßig überwacht. Medikamente erhältst du am Operationstag meist per Infusion, zum Beispiel postoperativ Oxytocin, Antibiotika, Heparin und anfänglich noch Schmerzmittel. Stillverträglich sind die Opiate Fentanyl und Morphin, aber auch Pethidin, Nalbuphin und Dextropropoxyphen (4). 

Bereits nach sechs bis acht Stunden erfolgt die erste Mobilisation – also raus aus dem Bett, stehen oder gar einige wenige Schritte gehen. Eine rasche Entfernung der Infusionsschläuche und des Blasenkatheters wirken sich positiv auf dich aus, ebenso eine schnelle Nahrungsaufnahme. Dadurch kann auch dein Kontakt zu deinem Kind intensiviert werden und das Bonding – euer gegenseitiges Kennenlernen. Wenn keine Komplikationen auftreten, kannst du mit deinem Baby die Klinik nach fünf bis sieben Tagen verlassen. 

Zum Schutz der Naht (liegt meist in der Bikinizone) vor Keimen und Reibung dient lediglich ein hautverträgliches Pflaster. Nach einem bis zwei Tagen, wenn die Wundränder verklebt sind, kann es deine Hebamme entfernen. Fäden oder Klammern werden am 5. postoperativen Tag gezogen. Die Wundränder sollten bis zum 7. Tag gut verschlossen sein. Erst in den folgenden zehn bis zwölf Wochen wandelt sich das gefäßreiche rote Granulationsgewebe in helleres festes Narbengewebe um. Taubheitsgefühl und leichte Schmerzen bei Belastung oder Druck sind anfangs normal. Deine nachsorgende Hebamme kontrolliert regelmäßig den Heilungszustand.

Nach einem Kaiserschnitt bleiben Frau und Baby in der Regel fünf bis sieben Tage im Krankenhaus. 

Zur Pflege deiner Narbe haben sich Salben mit Calendula, Johanniskrautöl oder Wildrosenöl bewährt. Eine spezielle Narbenmassage, angeleitet von deiner Hebamme, unterstützt nicht nur deinen Wundheilungsprozess, sondern auch die Auseinandersetzung mit der Narbe und ihre Akzeptanz. Mit diesen Maßnahmen kannst du bereits ab dem 6. postoperativen Tag beginnen. 

Lochien fließen auch bei einer Frau mit Kaiserschnitt. Allerdings hält der Wochenfluss nach Sectio nur drei bis vier Wochen an. 

Nach einer Schnittentbindung benötigst du mehr Ruhepausen zur Regeneration. Viele Frauen haben Probleme, den Kaiserschnitt, die Narbe und damit die Geburtsumstände zu akzeptieren. Das gilt besonders für Paare, die sehr hohe Erwartungen an das Geburtserlebnis hatten und unbedingt eine natürliche Entbindung anstrebten. Psychischer Beistand ist oft sehr hilfreich – auch, um vor einer eventuellen zweiten Geburt Ängste abzubauen. Nach einem Kaiserschnitt muss nicht unweigerlich wieder eine Sectio folgen. Die Wahrscheinlichkeit, das zweite Kind vaginal zu gebären, ist ebenso hoch wie bei Erstgebärenden. Die oft beschriebene Gefahr einer Uterusruptur hat sich als sehr gering herausgestellt und liegt bei 0,2 bis 0,8 Prozent der Entbindenden (5). 

 

Fieber im Wochenbett

Regelwidrigkeiten im Wochenbett zu erkennen ist sehr bedeutsam, da gravierende Komplikationen auftreten können. Als Leitsymptome gelten eine schlecht zurückgebildete, druckempfindliche Gebärmutter (Subinvolutio uteri), abnormale vaginale Blutungen, Lochialstau und Fieber. 

Definiert wird »Fieber im Wochenbett« als Erhöhung der Körpertemperatur (im Mund gemessen) über 38 °C an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Frühwochenbett (ausgenommen die ersten 24 Stunden post partum). Zu den häufigsten Ursachen im Genitalbereich zählen Lochialstau, Gebärmutterentzündung (Endometritis puerperalis), Infektion der Sectiowunde oder der Dammnaht, septische Ovarialvenenthrombose und Ausbreitung der Gebärmutterentzündung auf Eileiter (Tuben) und Eierstöcke (Ovarien) (puerperale Adnexitis).

Die Puerperalsepsis stellt die schwerste Infektion einer Wöchnerin dar. Das Mortalitätsrisiko, das Risiko, daran zu sterben, liegt bei fünf Prozent bei Staphylococcus-aureus-Infektion, bei A-Streptokokken sogar bei 30 Prozent (6). Das liest sich jetzt sicher erschreckend, kommt aber auch relativ selten vor.
Dennoch solltest du auch deinen Körper und die Anzeichen deines Körpers gerade im Wochenbett besonders achten. Bedenke immer, du bzw. dein Körper hat gerade über einen langen Zeitraum Schwerstarbeit geleistet mit einem gewaltigen Endspurt – der Geburt deines Babys.

Der initiale Milcheinschuss um den 3. bis 4. Tag post partum kann ebenso wie eine Brustentzündung (Mastitis) – Fieber hervorrufen. Gleiches gilt für Thrombosen (cave Lungenembolie), Thrombophlebitis, Harnwegsinfekte und andere Infektionen. 

Weitere Störungen im Wochenbett sind Symphysenschäden (Verletzungen an der Schambeinfuge) und urologische Probleme wie Harnverhalt oder -inkontinenz. Endokrinologische Probleme wie das Sheehan-Syndrom sind selten. Hier kommt es zu einem Hypophysenvorderlappeninfarkt mit nachfolgender Prolaktininsuffizienz. 

 

Depressive Störungen

Nicht zu unterschätzen sind psychische Störungen. Die junge Mutter steht gerade in der Anfangszeit vor hohen Anforderungen. Hinzu kommen die enormen körperlichen und hormonellen Veränderungen. So können sich rasch eine Überforderungssituation und ein damit verbundenes seelisches Tief einstellen, im Volksmund »Heultage« oder »Babyblues« genannt. Hält dieser Zustand längere Zeit (5 bis 30 Tage post partum) an oder verstärkt sich die Symptomatik, spricht man von einer Wochenbettdepression (postpartale Depression). 

Auslöser sind neben den hormonellen Umstellungen besondere Belastungen wie Stillprobleme, Frühgeburt, krankes Kind, Partnerprobleme oder eine familiäre Vorbelastung. Etwa 10 bis 30 Prozent der Wöchnerinnen sollen betroffen sein (7). Vermutlich liegt die Zahl sehr viel höher, denn viele trauen sich nicht offen über ihre Gefühle zu sprechen und haben tatsächlich auch Angst, als „Psycholiese“ abgestempelt zu werden. Doch man hat es nicht in der Hand, wie der Körper auf die massiven Umstellungsprozesse reagiert.
Eine Frau leidet kaum, die andere viel mehr – wir sind eben Individuen. Das bedeutet aber nicht, dass man sich deshalb schlechter fühlen muss, es nicht so gut geschafft zu haben, wie andere Frauen, denn wir können es nicht beeinflussen. Wichtig ist in diesem Fall eine gute Unterstützung durch Familie und Freunde.

Neben einer Basisbehandlung (Stressreduktion, Psychotherapie) wird die postpartale Depression medikamentös mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern oder trizyklischen Antidepressiva therapiert. Anders die Wochenbettpsychose. Dies ist eine schwere psychische Störung mit starken Erregungszuständen, manischen Zuständen und Halluzinationen. Es besteht Lebensgefahr für Mutter und Kind. Eine Psychose muss in der Klinik behandelt werden. 

 

Sexualität nach der Geburt

Das Bedürfnis nach Sexualität ist immer sehr individuell. Die gute Durchblutung, die hormonelle Situation und ein schönes Geburtserlebnis können bei manchen Frauen die Libido verstärken. Andere verspüren nur wenig Lust, besonders nach einer anstrengenden Geburt oder der ersten Zeit mit dem Baby, sind übermüdet und befriedigen ihr Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit durch häufigen Körperkontakt mit ihrem Baby. Die Neufindung als Dreierkonstellation ist eine große Herausforderung für jedes Paar!

Aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen, wenn du frühen Sexualkontakt hast, sofern alle äußerlichen Geburtsverletzungen abgeheilt sind, also in der Regel nach drei Wochen. Allerdings fließen die Lochien und die Geburtswege sind noch erweitert; dies erleichtert das Eindringen von Keimen. Zur Sicherheit werden daher Kondome empfohlen. Oxytocin, das beim Orgasmus ausgeschüttet wird, führt zu Gebärmutterkontraktionen und unterstützt dadurch die Rückbildung.
Es löst jedoch auch den Milchspendereflex und damit den Milchfluss aus. Darauf sollte auch der Partner/die Partnerin vorbereitet sein. Eine hormonell bedingte vaginale Trockenheit kannst du mit einem Gleitgel beheben. Beim »ersten Mal« können noch leichte Schmerzen auftreten. Hier sind Sensibilität und Einfühlungsvermögen deines Partners/deiner Partnerin gefragt. 

Das Thema Verhütung rückt wieder in den Vordergrund. Primäres Abstillen unmittelbar nach der Geburt führt zum raschen Einsetzen der Ovarialfunktion und damit zur Rückkehr der Fruchtbarkeit. Daher solltet ihr als Paar bei sexuellem Kontakt während der Wochenbettzeit wieder verhüten. Bei stillenden Frauen verzögert sich der Eisprung (Ovulation), da der hohe Prolaktinspiegel (Hyperprolaktinämie) hemmend auf den Hypothalamus und die Hypophyse und in der Folge auf die Sekretion der Gonadotropine FSH und LH wirkt. Die Hyperprolaktinämie führt dadurch zu einer Stillamenorrhoe. Daher kann es sein, dass deine erste Periodenblutung noch einige Wochen oder gar Monate ausbleibt.

Dein erster Eisprung (Ovulation) nach der Geburt  hängt unter anderem von der Stillhäufigkeit ab. Stillen kann daher unter strengen Voraussetzungen zur Verhütung beitragen. 15 Prozent der stillenden Mütter haben sechs Wochen nach der Geburt wieder eine Menstruation; bei den nicht-stillenden sind es 40 Prozent (9). 

Spätestens nach Beendigung der Stillperiode nehmen bei fallendem Prolaktinspiegel die Eierstöcke (Ovarien) schrittweise wieder ihre Funktion auf: Es kommt zur Eireifung und zur Ovulation. 24 Wochen nach der Geburt haben 85 bis 90 Prozent aller Mütter wieder eine Menstruation.

Das sicherste Verhütungsmittel während der Stillzeit ist die Kupferspirale. Sie kann direkt nach der Geburt oder nach Versiegen der Lochien eingesetzt werden. Auf die Muttermilch hat sie keine Auswirkung. 

Zur hormonellen Verhütung eignen sich während der Stillzeit nur Gestagene (Minipille, Hormonimplantat). Obwohl geringe Hormonmengen in der Muttermilch auftauchen, werden Gestagene als mit dem Stillen vereinbar eingestuft. Anders bei Kombinationspräparaten: Estrogene gelangen in höheren Konzentrationen in die Muttermilch und können die Milchmenge reduzieren. Ihre Anwendung wird in der Stillzeit nicht empfohlen. 

Barrieremethoden (Kondom, Diaphragma) zählen zu den Verhütungsmitteln erster Wahl, solange die Frau stillt. Wenn du ein Diaphragma benutzen möchtest, muss dein/e Gynäkologe/in es nach einer Geburt (neu) anpassen. 

 

Wertvolle Zeit

Mit einer Geburt beginnt eine neue Epoche im Leben einer Frau. Doch während sich werdende Eltern in der Schwangerschaft meist ausführlich auf die Geburt vorbereiten, wissen viele kaum etwas über das Wochenbett. Diese Phase ist für alle Beteiligten auch heute noch sehr wichtig. Jedoch hat der Begriff stark an Bedeutung verloren und viele sprechen lieber von »Babyflitterwochen«. In der modernen Kleinfamilie besteht für die Mütter und Väter leider oft wenig Raum, um sich zu regenerieren, sich mit voller Aufmerksamkeit dem Baby zu widmen und es ausgiebig kennenzulernen. Durch optimale Betreuung in Klinik und zu Hause werden viele Weichen gestellt – für Mutter, Vater und Kind. Genieße Sie und gib deinem Körper die Zeit und den Raum den er braucht.

 

Literatur 

(1) Harder, U., et al., Wochenbettbetreuung in der Klinik und zu Hause. Hippokrates 2011. 

(2) Mändle, C., Das Hebammenlehrbuch der praktischen Geburtshilfe. Schattauer 2007. 

(3) Mac Arthur et al., Faecal incontinence after childbirth. Brit. J. Obstetrics Gynecol. 104 (1997) 46-50. 

(4) Schaefer, C., Spielmann, H., Vetter, K., Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit. 8. Aufl., Elsevier 2012. 

(5) Drack, G., Schneider, H., Pathologische Geburt. In: Schneider, Husslein, Schneider (Hrsg): Geburtshilfe. 3. Aufl. Springer 2006. 

(6) Kiechle, M., Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Aufl., Elsevier 2011. 

(7) Gießelmann, R., Geburtshilfe Basics. Springer 2006. 

(8) Bloehmke, V., Alles rund ums Wochenbett. Kösel 2011. 

(9) Wagenbichler, P., Martius, Hebammenlehrbuch. Hippokrates 1999. 

 

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Ort: Online per Zoom

Kosten: 30 Euro zzgl. MwSt.

Zielgruppe: pharmazeutisches Personal, Hebammen und interessierte Eltern

Hinweise:
Die Plätze sind auf maximal 24 Teilnehmer beschränkt.
Die Anmeldung ist bis zu 2 Tagen vor der Veranstaltung möglich

20. – 22. März 2025, 09:00 – 18:00 Uhr 

Pharmazeutische Beratung von Schwangeren, Stillenden und Eltern mit Baby - 3-tägiger Intensivkurs

Inhalte: Kompetente Beratung für werdende und junge Eltern mit Baby ist Ziel dieses Seminars.

Diese Grundlagenschulung wird als Zertifizierungsbaustein zur Babyfreundlichen Apotheke angerechnet.

Babyfreundliche Apotheken zeichnen sich durch ein besonderes, ganzheitliches Beratungskonzept aus. Hier erhalten Schwangere, Stillende und Eltern mit Baby eine auf ihre Bedürfnisse und die individuelle Situation abgestimmte, fachkundige Beratung sowie ein entsprechendes Produktsortiment.
Die Beratungsleistungen im Speziellen unterliegen dabei den strengen Anforderungen eines Qualitätsmanagementsystems einschließlich des WHO-Kodexes zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten.

Referentinnen: Karin Kriwanek (Apothekerin, Still- und Laktationsberaterin IBCLC) und Britta Dammann (Hebamme)

Ort: Online per Zoom

Kosten: 490 Euro zzgl. MwSt.

Zielgruppe: pharmazeutisches Personal und Interessierte

Inhalte im Detail:
1. Seminartag:

  • Leitlinien für die Beratung in der Apotheke
  • Methodik (Kommunikationstechniken)
  • Arzneimittel in der Schwangerschaft (Fallbeispiele)
  • Schwangerschaftsbeschwerden (Fallbeispiele)
  • Anatomie der Brust,
  • Physiologie der Laktation
  • Ernährung in der Schwangerschaft (einschließlich Genussmittel)
  • Die erste Zeit mit dem Neugeborenen
  • Voraussetzung für ein optimales Stillmanagement (Physiologie des Saugens, der Schnuller)

 

2. Seminartag:

  • Arzneimittel in der Stillzeit (Fallbeispiele)
  • Ernährung in der Stillzeit (einschließlich Genussmittel)
  • Biochemie der Muttermilch
  • Entleeren der Brust, effektive Milchpumpen, Sammeln u. Aufbewahren d. Muttermilch
  • Stillprobleme
  • Stillhilfsmittel, sinnvoller Einsatz?!
  • Fallbeispiele über Stillprobleme
  • Abstillen, Sport in der Stillzeit
  • Vorstellung der Babyfreundlichen Apotheke

 

3. Seminartag

  • Vergleichende Beurteilung von Produkten für die Säuglingsernährung
  • Einführung von Beikost
  • Der WHO-Kodex
    Säuglingspflege
  • Der kranke Säugling


Angewandte Methoden:

Vortrag, praktische Arbeit mit Fallbeispielen, Gruppenarbeit, Erfahrungsaustausch

Hinweise:
Fortbildungspunkte werden beantragt.
Die Plätze sind auf maximal 24 Teilnehmer beschränkt.
Die Anmeldung ist bis zu 10 Tagen vor der Veranstaltung möglich. 

06. November 2025, 09:00 – 17:00 Uhr 

Homöopathie für Beschwerden in der Schwangerschaft, im Wochenbett und in der Stillzeit

Inhalte: Die Aufgeschlossenheit gegenüber homöopathischen Arzneimitteln ist bei Schwangeren, Stillenden und Müttern mit Babys immer noch groß. Mit homöopathischen Mitteln stehen uns nebenwirkungsarme und doch, bei geeigneter Wahl, effektive Arzneien für Mutter (Vater) und Kind zur Verfügung.

Anhand typischer Beschwerdebilder, wie sie gehäuft in der Schwangerschaft, im Wochenbett und in der Stillzeit auftreten können, erarbeiten wir gemeinsam die Grundlagen der Homöopathie zur Arzneifindung. Fallbeispiele aus der Praxis werden in Gruppenarbeit gemeinsam gelöst. Sie erleichtern, sich das Erlernte einzuprägen und in der Beratung anzuwenden.

Referentin: Karin Kriwanek

Ort: Online per Zoom

Kosten: 150 Euro zzgl. MwSt.

Zielgruppe: pharmazeutisches Personal, Hebammen und interessierte Eltern

Hinweise:
Fortbildungspunkte werden beantragt.
Die Plätze sind auf maximal 24 Teilnehmer beschränkt.
Die Anmeldung ist bis zu 10 Tagen vor der Veranstaltung möglich. 

24. Juli 2025, 19.00 – 20.30 Uhr

Zaubertrank Muttermilch? Was steckt tatsächlich drin?

Inhalte: Spannend, überzeugend und wert dafür, einen gewissen Aufwand zu betreiben – das ist Muttermilch! Nein, keine Bange, missionieren wollen wir nicht! Aber klar vor Augen führen, wie unsere Kleinsten davon profitieren.

Wir sind der Meinung, wenn mehr Frauen in der Schwangerschaft über die Wertigkeit der Muttermilch besser aufgeklärt würden, hätten wir gesündere Kinder. Das ist wichtig für das Kind selbst, die Familie, die Gesellschaft. Und das mit ein bisschen Muttermilch? Überzeugende Fakten aufbereitet, um sie kurz und knapp weiter geben zu können.

Referentin: Karin Kriwanek

Ort: Online per Zoom

Kosten: 30 Euro zzgl. MwSt.

Zielgruppe: pharmazeutisches Personal, Hebammen und interessierte Eltern

Hinweis: Die Plätze sind auf maximal 24 Teilnehmer beschränkt. Die Anmeldung ist bis zu 2 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

27. März 2025, 19:00 – 21:00 Uhr

Medikamenteneinnahme in der Stillzeit? Oder lieber doch nicht?

Inhalte: Welche Medikamente gelangen in welcher Menge in die Muttermilch und wie viel davon erhält das Kind? Lieber keine Arzneimittel in der Stillzeit, weil das Kind sonst beeinträchtigt wird? Diese Fragen klären wir klipp und klar.

Auch in der Stillzeit ist die Verunsicherung bei einer notwendigen Arzneimitteleinnahme groß. Oft trauen sich die Mütter nicht und denken sogar ans Abstillen, damit nur ja dem Kind kein Schaden zugefügt wird.
Ist die Gefahr tatsächlich so groß? Wie steht es mit der Haftung?
Dem gehen wir hier auf den Grund und bieten euch Unterstützung für Beratungen der Stillenden in eurem Alltag. Gerne könnt ihr Fallbeispiele mitbringen und diese vorab an mail@apohebakademie.de senden.

Referentin: Karin Kriwanek

Ort: Online per Zoom

Kosten: 30 Euro zzgl. MwSt.

Zielgruppe: pharmazeutisches Personal, Hebammen und interessierte Eltern

Hinweis: Die Plätze sind auf maximal 24 Teilnehmer beschränkt. Die Anmeldung ist bis zu 2 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

31. Mai 2025, 9.30 – 11.00 Uhr

Die ersten 1000 Tage - Grundstein fürs Leben

Inhalte: 
Die Wissenschaft ist sich einig: Der Start ins Leben ist bedeutsam.

Er stellt die Weichen bis ins hohe Alter. Denn nie wieder im Leben ist der Mensch in Bezug auf seine Entwicklung so rasant unterwegs wie ganz am Anfang seines Lebens.

Gemeinsam richten wir das Spotlight auf die ersten 1000 Tage und betrachten die faszinierende kindliche Entwicklung von der Konzeption bis zum 2. Geburtstag.
AHA-Momente garantiert.

Referentin: Alexandra Plate

Ort: Online per Zoom

Kosten: 30 Euro zzgl. MwSt.

Zielgruppe: pharmazeutisches Personal, Hebammen und interessierte Eltern

Hinweise:
Die Plätze sind auf maximal 24 Teilnehmer beschränkt.
Die Anmeldung ist bis zu 2 Tagen vor der Veranstaltung möglich

8. Mai 2025, 09:00 – 10:30 Uhr

Babyschlaf - Grundstein für erholsamen Schlaf von Anfang an

Inhalte: Zum Thema Kinderschlaf gibt es viele Mythen, die Eltern und ihre Kinder verunsichern und unter Druck setzen können.
Wir sprechen über kindlichen Schlaf und die Unterschiede zum Schlaf Erwachsener oder älterer Kinder.

Welche Entwicklungsphasen beeinflussen den kindlichen Schlaf. Wie kann Erschöpfung vermieden werden ohne die Bedürfnisse des Kindes und der Familie außer Acht zu lassen. 

Gemeinsam betrachten wir aktuelle Empfehlungen, alte Mythen rund um das Thema Kinderschlaf. Ich gebe Einblick in die ganzheitliche Schlafberatung nach dem Konzept 1001Kindernacht®.

Referentin: Nicole Roth

Ort: Online per Zoom

Kosten: 30 Euro zzgl. MwSt.

Zielgruppe: pharmazeutisches Personal, Hebammen und interessierte Eltern

Hinweise:
Die Plätze sind auf maximal 24 Teilnehmer beschränkt.
Die Anmeldung ist bis zu 2 Tagen vor der Veranstaltung möglich

06. 02. 2025, 19.00 – 20.30 Uhr 


Achtsame Beikosteinführung -
Grundstein für gesunde Ernährung von Anfang an

Inhalte: Ernährung ist lebenswichtig, gesundheitsrelevant und kann im besten Fall mit Genuss und Wohlbefinden einhergehen.

Wie kann kindgerechte gesunde Ernährung im Familienalltag Einzug finden. Was sagen Fachgremien und wie ist das mit den Lebenswelten der Familien zu vereinbaren. 

Gemeinsam betrachten wir aktuelle Empfehlungen, alte Mythen und neue Trends rund um die Kinderernährung. 

Referentin: Nicole Roth

Ort: Online per Zoom

Kosten: 30 Euro zzgl. MwSt.

Zielgruppe: pharmazeutisches Personal, Hebammen und interessierte Eltern

Hinweise:
Die Plätze sind auf maximal 24 Teilnehmer beschränkt.
Die Anmeldung ist bis zu 2 Tagen vor der Veranstaltung möglich